Persönliches


Fortsetzung zu Milch:

Nach einer langen und bisher eigentlich erfolglos gebliebenen Suche nach scharfen und schmackhaften Chips, verweise ich heute auf eine dankbare Alternative. Nachdem der Versender meiner Wahl für die in dem alten Beitrag behandelten Nuggets leider nicht mehr existiert, sitze ich diesbezüglich schon seit langer Zeit auf dem Trockenen. Andererseits flammte dieser Umstand die Suche nach leckeren Knabbereien erneut an. Und mittlerweile wurde ich sogar fündig!

Gefunden in der Discounterkette Lidl. Es gibt dort von den eigenen Marke Stapelchips eine Sorte, die Freude auf der Zunge bereitet. Hot Chili (Bild).

Angenehm knusprig, garniert mit einer schönen runden Schärfe, schlägt das Discounterprodukt alle bisher im deutschen Handel gängigen Produkte. Als würde das nicht reichen, ist das Produkt auch qualitativ recht hochwertig, hat eine angenehme Knusprigkeit und wenig Fettanteil, den man üblicherweise direkt auf seinen Fingern finden könnte. Freilich, ich kenne und ich schätze weit schärfere Produkte, und es kommt in der Deftigkeit um Längen nicht an die Habanero-Nuggets heran, aber für den deutschen Gaumen fällt diese Sorte Rusti Chips schon scharf genug aus.

Im Gegensatz zu dem Stapelchips Marke ‚Pringles’ schmecken jene Chips weit angenehmer. Sie sind auch nicht so arg mit Stärke behandelt und hinterlassen demnach auch nicht das unangenehme Gefühl im Mund, als hätte man Mehl gefressen. Neben den geschmacklichen Vorzügen weisen die ‘Rusti Chips’ nach Angaben der Organisation Food Watch auch in Sachen Acrylamid punkten, verglichen mit den Produkten von Pringles (Pringles Paprika, 490 Mikrogramm pro Kilogramm) weit niedrigere Werte (Testsieger Sorte Paprika mit 89 Mikrogramm) auf.

Diese Meldung von vor zwei Tagen hat mich getroffen, da ich, seitdem ich “Dino Park” (so war der eigentliche Titel) gelesen habe – noch vor der Zeit der bekannten Verfilmung – als großer Fan eigentlich alles verschlungen habe, was aus seiner Feder kam; davor und danach. So richtig bekannt wurde er ja mit der der Entstehung von “Jurassic Park” (1993), hat aber schon seit den 60ern richtig gute Bücher, damit Vorlagen für Filme, geschrieben und auch selbst Filme inszeniert.

Er war seit nunmehr 15 Jahren meinerseits fast einzig favorisierter Romanautor, von dessen Werk ich absolut überzeugt war und noch immer bin. Mögen die Sujets noch so überraschend daher gekommen sein, sie wurden konsequent auf eine spezielle Crichton-Weise interessant gemacht und wussten zu faszinieren.

Neben der Serie “Emergency Room”, die er konzipierte wäre als ein Klassiker nach seiner Vorlage insbesondere “Andromeda” (1971) zu nennen. “Sphere” (1998) halte ich noch immer für eine der besten Verfilmungenseiner Bücher, neben den bekannten Kinofilmen „Enthüllung“ (1994) und „Die Wiege der Sonne“ (1993). Eine kultige Verfilmung nach eigener Vorlage ist z.B. “Der große Eisenbahnraub” (1979) mit Sean Connery und Donald Sutherland. Als Filmemacher hat er solche Klassiker wie “Westworld” (1973) und “Coma” (1978) inszeniert, nicht zuletzt den etwas over the top geratenen, aber einfach unterhaltsamen Sci-Fi-Thriller “Runaway” (1984) mit Tom Selleck, der gegen Roboter-Mörderspinnen antritt. Als Drehbuchschreiber hat er z.B. den Naturthriller „Twister“ (1996) fabriziert, der reihenweise Billignachahmer fand. Die Bücher nicht zu vergessen, kann ich geneigten Lesern auch die Titel neueren Datums “Welt in Angst” “Beute” und “Next” (schwierige Erzählart, aber sehr interessant) nur empfehlen.

Für viele Vertreter des Klima-Alarmismus wurde Crichton zum roten Tuch, als er mit seinem Roman „Welt in Angst“ auf die Bestsellerlisten stürmte. Crichton, selbst eher mit einer realistischeren Sicht über das Klima ausgestattet, wusste seine Kritik geschickt in eine Geschichte zu verpacken, in der Terroristen bewusst Naturkatastrophen auslösen, um der Klimathematik erneut Aufschwung zu geben. Crichton vermischt in seinen ‘Techno-Thrillern’ zumeist technische Grundlagen zusammen mit sehr viel Phantasie und verarbeitet dies zu Geschichten mit einer gehörigen Portion Ironie und Kritik – sei hierbei nur mal die Rache der Natur an ihrer gentechnischen Vergewaltigung in “Jurassic Park” genannt. Ohne Angst vor technischen Abenteuern aber mit der nötigen Übersicht, wurde man als Leser neben der Geschichte im Prinzip auch an eine mögliche Philosophie über die behandelte Materie herangeführt. Crichton schuf auf gedruckten Seiten sowie auf Zelluloid spannende Geschichten, zwischen Technik, Thriller, Science Fiction und Historie.

Man wird sich an den vorhandenen Werken festhalten müssen, denn es gibt keinen Autor, der an seine Stelle tritt in Dingen wie Stil, Erkenntnis und Innovation.

Nach 66 Lebensjahren ein tolles Lebenswerk, was ich nicht vergessen und auch immer wieder gerne lesen und anschauen werde.

Ich war skeptisch, als Ende August schon die winterlichen Leckereien in den Läden standen. Ich war skeptisch über Geschichten über Kauflaune und gleichzeitiger Flaute am Binnenmarkt. Argwöhnisch kämpfte ich mich auch während der letzten Tage durch Menschen im Rausch des Geldausgebens. Freudig ob der gefundenen oder panisch ob der händeringend gesuchten Geschenke, bewegte sich eine Nation durch den Einzelhandel und vollbrachte einen Durchmarsch in den Kassen.

Argwöhnisch war ich aber auch wegen der Berichte, daß vielerorts Weihnachten in öffentlichem Umfeld gar keinen Platz mehr finden soll. Kindergärten und Schulen, an denen plötzlich der Weihnachtsmann keinen Einzug mehr halten darf, verwundern selbst im Einzelfall. Die Ursachen sind klar. In einer so genannten aufgeklärten Welt, in der man Religionen keine große Bedeutung mehr beimisst, durchdrungen von der Idee der freien Religionswahl, will niemand mehr durch die Praxis klassischer Rituale auffallen, und so werden diese, so wie ihre Zeichen und Symbole, verpönt und aus der Wahrnehmung verdrängt. Man limitiert sich selbst in der Religionsfreiheit, um seine eigene Religion niemandem aufzwingen zu wollen. Wo bleibt das gleiche Recht für alle, in einer Welt der freien Wahl von Symbolik, Praxis und Gewohnheiten?

Ich bin, wie viele, immer jemand gewesen, der Weihnachten eher mit Geschenken, Süßkram und einem Haufen Gedöns verband. Auch fehlt mir in Ermangelung eines „starken Glaubens“ so ein bisschen das Gespür für das Christliche an diesem Fest, mit Nächstenliebe, nicht zuletzt aufgrund eines mangelnden „Glaubens an den Menschen“ in Ermangelung von „Hoffnung“. Ich gehe nicht zur Christmesse und ich bin des Weiteren kein unbedingter Fan allzu überzogen kitschiger Dekoration.

Aber ich zweifle nicht an der Idee!

Als mir klar wurde, daß wir uns auf dem Weg befinden, schon so etwas wie Weihnachten und seinen christlichen Hintergrund zu opfern, bemerkte ich erst, wie viel so eine Konvention überhaupt wert ist. Denn was mich neben dem Konsumrausch noch am meisten nervt, ist der Choral von Kritikern, die Weihnachten als Fest genau mit diesem Stigma für Nichtig erklären wollen. Aufgrund der zunehmenden Bedeutungslosigkeit des christlichen Glaubens und wegen der Ansicht, der Konsums wäre ein Surrogat für den schwindenden Glauben, wäre eine Abschaffung der Gebräuche gerechtfertigt. Letztlich ist aber jedes Fest mit Geschenken und Präsenten ein Konsumfest. Wer gibt denn nicht im Jahr zumindest ein bisschen Geld für Ostern, Fasching, Silvester oder vielleicht den Valentinstag aus, neben den Ausgaben für ein paar Weihnachtsgeschenke für die ganze Familie?

Es ist nicht der Konsum der an Weihnachten gefeiert wird. Man feiert sich gegenseitig, die Angehörigen und ein bisschen sich selbst. Man hängt am Heiligen Abend ja auch nicht im Kaufhaus herum, sondern sitzt mit seinen Lieben um den Baum gruppiert oder am Tisch zum Essen versammelt und betreibt Konversation. Die Geschenke sind halt das Beiwerk, wenn man bei seiner Familie aufkreuzt und insbesondere den Kleineren eine Freude machen möchte. Weihnachtsgeschenke prägen, so wie die gemeinsame Festivität prägt. Selbst wenn man diesem Idyll nicht folgt, hat jeder das Weihnachtsfest immerhin so weit internalisiert, daß man sogar ohne das Brimborium eines macht: Man denkt nach. Und nicht zuletzt denkt man an die Leute, die um den Tisch sitzen würden oder könnten.

Und wenn es nicht das Fest Konsums ist, dann bleibt von der Bedeutung des Weihnachtsfestes noch das übrig, was die Zeit wertvoll macht, jedoch, obwohl es oftmals so genannt wird, gerne vergessen wird: Die Zeit der Besinnlichkeit.

Ob die Geschenke mittlerweile zum Selbstzweck werden oder nicht, sie sind auf keinen Fall ein Grund, Weihnachten nicht mehr zu feiern und sich in dieser Zeit nicht mehr zu „besinnen“! Das Fest der Liebe, der Besinnung und eine ganz tolle Gelegenheit für Familientreffen mit gemeinsamer Mahlzeit. Ob nun die Geschenke für die gesamte Familie unter dem Baum mehrfach geschichtet werden oder man feierlich bei Kerzenschein und fröhlicher Musik alleine einen Christstollen verputzt, Weihnachten und insbesondere seine Idee soll bewahrt bleiben.

Allen Lesern dieser Zeilen ein frohes Weihnachtsfest!

Vor ein paar Monaten gab es bei der Discounter-Kette Lidl eine Werbe-Aktion, die sich mit dem American Way of Life beschäftigte. Mehr oder weniger ahnungslos erledigte ich in dem Zeitraum, wo diese Artikel erhältlich waren, einige Einkäufe und lief an einer übrig gebliebenen Schachtel mit Knabberkram vorbei, der mein Interesse weckte. Eine fröhlich wirkende Packung, mit US – Flagge und der Aufschrift „Sour-Cream & Habanero“ sprach mich, als jemanden, der prinzipiell gerne mal alles ausprobiert an essenstechnischen Dingen, direkt an, und ließ mich nicht lange zögern, da es in dem Stapel schon leergekaufter Kartons, das letzte Exemplar dieses Produkts war. Auch das Wort „Habanero“ war nicht geringer Maßen ein Kaufreiz für mich, da ich angenehm scharfen Produkten nicht abgeneigt bin.

Daheim angekommen widmete ich irgendwann auch mal der Schachtel mit der Knabberei und öffnete sie neugierig. Darin befanden sich kleine, krosse Kissen, die halt mit Flocken von Sour-Cream überzogen waren und eigentlich recht ansprechend wirkten.

Ich verputzte das erste, was bei direktem Kontakt mit der Zunge einen eher fröhlich-frischen Eindruck erweckte, mit einer angenehmen Würze, die dezent den Gaumen kribbeln ließ, doch schon beim zweiten ging der Spaß so richtig los. Der Mund fängt an zu brennen. Die Zunge hüpft, der Gaumen flammt auf. Der Habanero-Pfeffer machte sich breit auf den Geschmacksknospen, die direkt anfingen zu glühen. So was habe ich vorher noch nie gefuttert. Meine Geschmacksnerven freuten sich. Ich genoss es.

Ich verzehrte in den folgenden Tagen die leckere Knabberei, da der massierte Verzehr an einem Tag irgendwie nicht möglich war. Nach jedem Schwung zerrte erst mal eine halbe Stunde der gesamte Mundraum. Die Schärfe war angenehm und interessant.

Im daraufhin geweckten Interesse an dieser Knabberei, machte ich mich sporadisch auf die Suche nach einem entsprechenden Produkt. Die Werbe-Aktion vom Lidl war schon längst Geschichte und ich verzehrte mich nach einer scharfen Leckerei. Man kennt die Chips-Marken, man kennt den gängigen Paprika-Flavour, man kennt Tortillas mit einem schärferen Dip, man kennt die gängigen Produkte der deutschen Knabber-Landschaft. Allerdings gibt es da kein vergleichbares Produkt. Selbst wenn „hot“ draufsteht, mehr als “würzig” kriegt man letztlich nicht. Man kennt auch vielleicht noch die Tabasco-Soße in unterschiedlichen Mengen, was einem als europäischer Gaumen schon mal ordentlich zum Schwitzen bringen kann. Nachdem ich bei manchen Läden auch hier und da mal einige US-Produkte ausmachen konnte, von Marshmallows, über Tortilla-Chips, ein paar Schokoriegel bis hin zu Backmischungen(?) wurde ich auf meiner Suche nach „Sour-Cream & Habanero“-Knabberkram doch enttäuscht. Anscheinend ist das, neben etwas Hershey’s-Schokolade, kein Produkt, das man dem Europäer antun kann. (sic!)

Nun…einige Zeit später fand ich das Gewünschte. „Pretzel Pete – Sour Creme & Habanero Nuggets“ heißt das Produkt genau und ist das gleiche wie das, was man beim Lidl bekam, halt nur anders verpackt. Anscheinend kam jemand auf die sinnige Idee, das mal in so einem Rahmen am deutschen Markt auszuprobieren, was ich auch generell für eine tolle Idee halte, da es den Markt insbesondere bei den Knabbereien um einen Meilenstein erweitern würde.

Herrlich!

Heute habe ich einen absoluten Schrecken bekommen. Torschlußpanik zum Studiumsende. Wie soll das erst werden, wenn ich es mache. Ich krieg ja jetzt schon Panik.   

Es ist es mein Leben.
Es ist mein – ja – ganzes restliches Leben, was ich damit in der Hand halte. Und wird das nichts, dann kann ich meinen Werdegang, der bisher keit Hit war und auch in Zukunft recht ruhig aussehen dürfte, ziemlich holperig gestalten.

Mittlerweile verstehe ich, warum die Anzahl der Herz- und Bluthochdruckkrankheiten kontinuierlich anwächst. Ich muß wohl aufpassen, daß ich sowas nicht auch kriege!