Lustiges


Zur Feier des Osterfestes ein nicht ganz adäquates, aber allenfalls lustiges Filmchen:





Huch, ein Drohbrief!?

Gleich geht’s weiter! Womit? Wieso? Wie kann man es aufhalten? Hilfe!

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Die Wii ist Nintendos neue Konsole, die in Kürze das Licht des Weltmarkts erblicken wird und sich in Folge dessen den kritischen Blicken der Kundschaft stellen muss. War das Gerät noch vor einiger Zeit mit dem verheißungsvollen Namen „Revolution“ gesegnet, mag der Name, mit dem das Kästchen nun aus der Taufe gehoben wird, etwas verwundern, doch sollte man sich von dem Namen nicht irritieren lassen.
Sie ist klein. Eine kleine graue Box, die bis auf einen CD-Schlitz eigentlich keine große äußere Erscheinung annimmt. Das braucht sie auch nicht, die Wii.

Heute war in der Frankfurter Jahrhunderthalle ein Game-Event mit Spielkonsolen in Displays, wie man sie kennt, aller Fabrikate und bestückt mit dem Besten, was die Konsolen so zur Zeit bereit halten. Ein Gerät nach dem anderen quetschte sich in den Räumlichkeiten. Man kennt ja das Prinzip mit den im Display (also dem gesamten Konstrukt mit eingebautem Fernseher, der Konsole und dem Markennamen) integrierten Pads und Controllern, die man zum Spielgenuss gerade zur Hand nehmen kann. Dies funktioniert bei Nintendos neuem Schatz allerdings nicht mehr, und so gab es die Controller nur gegen Pfand in Form des Führerscheins oder Personalausweises. Der Controller funktioniert, in Relation zu der Konsole, nämlich kabellos, indes er selbst noch ein Kabel hat.

Er besteht aus zwei Teilen, die trennbar sind. Element 1 ist ein eine schmale längliche Fernbedienung, die bis auf 3 Steuerknöpfe und ein kleines Steuerkreuz nichts bietet, das Element 2 ist ein kleines Knüppelchen, auf dem sich ein Steuerknopf und ein analoger Stick befindet. Diese beiden Elemente sind mit einem Kabel verbunden, jedoch ist die Fernbedienung oftmals auch alleinig anzuwenden.

Es gab zu sehen die Spiele-Compilations „Wii Sports“, mit Tennis, Baseball, Golf, Boxen , Bowling u.a. und „Wii Play“ mit allerlei Unterhaltungsspielchen wie Tontaubenschießen, Kuhrennen, Billard, Tischhockey u.a., und – last but not least – eine Demo von „Zelda“.

Die Leute scharten sich um die Displays und zappelten, schlugen, deckten und schoben, was das Zeug hielt. Beim Boxen flogen die Verbindungskabel wild durch die Luft, während die Spieler eilig zwischen Links-Rechts-Kombinationen im furiosen Schlagabtausch, Ausweichmanövern und Deckung des Kopfes abwechselten. Die Fernbedienungen huschten in passenden Bewegungen wie Schlägergriffe durch die Luft während Tennismatches mit Schmetterbällen und Lops zur Entscheidung getrieben wurden, Enten und Tontauben wurden schlicht mit ganz ruhiger Hand und schnellem Auge weg“gezappt“ und Kuhrennen wurden durch die Neigung der Fernbedienung bestritten. Zeldas Link mit Schwert und Schild häckselte sich mit wahrlich hieb- und stichfesten Argumenten durch aufmüpfige Polygon-Monster. Die begeisterte potenzielle Käuferschaft reckte sich und streckte sich, warf Strikes und Spares, und behielt mal mehr, mal weniger eine ruhige Hand, die man wahrlich mitbringen muss, möchte man die filigraneren Spielchen wirklich ansatzweise bestreiten. Es ist gewöhnungsbedürftig, das Timing zu treffen, es ist wichtig zu wissen, auf welche Bewegungen wirklich reagiert wird, denn es werden mehr Informationen verarbeitet, als man manchmal gerne hätte.

Ich kann (und will) keine Bilder liefern, die den grafischen Eindruck kommunizieren, weil die Grafik sich verglichen zum Gamecube, wenig herausragend präsentiert. Das tut der Sache allerdings keinen Abbruch, weil das Teil, seinem alten Namen alle Ehre machend, eine Revolution ist. Vielleicht nicht direkt inhaltlich, definitiv nicht grafisch, allerdings technologisch und spielerisch ist die Wii ein Meisterstück. Man wird sich nicht mehr mit seinem Pad vor den Fernseher lümmeln, sondern das Spielen wird zu einem Aktivitätsfaktor, der keinen direkt zum Schwitzen bringt, jedoch ein Mindestmaß an Bewegungsfreude erfordert. Immerhin ist man nicht nur daran gehalten je nach Spiel eine extrem ruhige Hand zu besitzen, sondern auch hinreichend seine Bewegungen zu koordinieren. Immerhin reagiert die Konsole, auch hier je nach Game unterschiedlich, auf andere Kleinigkeiten, so dass Bewegungsvariation dazu beitragen, der Bowlingkugel einen bestimmten Drall zu verpassen, oder ganz sanft einen Put beim Golfen auszuführen.

Technologisch bleibt das Gerät auch nach dem Anspielen noch immer als eine Kuriosität in Erinnerung. Ob nach unten gerichtet, quer gehalten, gekippt oder gedreht in der Längsachse, irgendwie wird für alle Spiele das gleiche Bedienelement, auf unterschiedlichste Art verwendet.

Wer sich das Gerät anschaffen möchte, dem sei gesagt: Ein bisschen Bewegungsplatz sollte man sich frei halten. Zwar gibt es nicht direkt die Notwendigkeit umherzuhüpfen oder seine Position großartig zu verändern, allerdings kommt man sich etwa bei Tennisspielen hier da schon mal ins Gehege und dürstet nach ein bisschen Bewegungsfreiraum. Letztlich allerdings wird man mit der Zeit auch lernen, gescheit damit umzugehen, und sich nicht mehr bei ungelenken und effektfreien Bewegungen ertappen.

Ich erahne unabsichtliche Strangulationen in internationalen Kinderzimmern durch im Spieleifer umherwedelnde Kabel, fahrlässige Körperverletzungen durch einen stumpfen Gegenstand mit der Form einer Fernbedienung, pendelnd zwischen Hirntrauma und simpler Platzwunde, ich sehe zersprungene Gegenstände im Wohnzimmer, durch umher fliegende Bedienelemente, die übereifrigen Spielern aus der Hand glitten und ich sehe Eltern, die mit blauen Flecken das Schlachtfeld vorm heimischen Fernseher verlassen. ;)

Aber Spaß macht’s – und das ist die Hauptsache!

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