Kritik


Und welche Gruppe von Blitzbirnen kam auf die Idee, Glühbirnen per Zwangsverordnung abzuschaffen und dafür Energiesparlampen, die mit Quecksilber versehen ein scheiß schlechtes Licht ausstrahlen, per paralleler Zwangsverodnung zur Pflicht zu machen? Gleichermaßen strahlen diese grandiosen Birnen ein größeres elektromagnetisches Feld ab, das man in absehbarer Zeit das Thema “Elektrosmog” erneut in den Medien finden wird. Wo man auch hinblickt, man entkommt dem Schwachsinn nicht. Und je eher der Lissabon-Vertrag europaweit ratifiziert ist, desto eher wird man dem grassierenden Schwachsinn auch zukünftig nicht mehr entkommen.

Ein weiteres Opfer auf dem Altar der Klimahysterie.

Die EU ist eben eine Versammlung von Tranfunzeln.

So viele Meldungen auch kommen mögen, seien nur die aktuellen Meldungen genannt über konsumgetriebenen Sorgen und jetzt die Meldungen über die fortschreitende Verödung ganzer Landstriche. Seien hinzugefügt die unsichere Zukunft der GM-Sektion mit dem Namen Opel. Porsche, Arcandor, einige unsichere Stellen bei Schaeffler oder wo es auch sonst noch Probleme gibt. Sei es der eingebrochene Maschinenbau, die nachlassende Dienstleistung, Probleme in der Autozulieferung und der Chip-Herstellung. Das alles sind freilich keine Meldungen, die getrennt aufzunehmen sind, sondern das ergibt alles ein durchgängiges Gebilde, mit der Bedeutung einer durchdringenden gesellschaftlichen und systematischen Krise, die weit über die Unternehmen, die für die Nachrichten relevant genug sind, hinausgeht.

Die weltweite Wirtschaftskrise erweist sich nunmehr als ein Blick vorbei an der rosaroten Brille, deren Durchsicht wir uns seit Jahrzehnten widmeten. Die Probleme lagen nicht bei Banken, nicht bei Autoherstellern, nicht in der Politik. Sie alle sind Teil der geschädigten Systems. Sie alle leiden unter den Folgen, sind aber nicht die Urheber. Die Krise zeigt jedem einzelnen Land seinen eigenen Missstand. Sofern man nur genau hinsehen möchte. Offensichtlich werden die Probleme spätestens dann, wenn die eigentliche Hilfe für Banken und Industrie durch mittels massiver Schulden getragen wurde, jedoch sich reell nichts geändert hat. Der wirtschaftliche Motor stottert ohne Konjunkturpakete und er stottert auch weiter, wenn man noch zwei weitere Runden Abwrackprämie auflegen würde. Weil, so gut das Geld auch gewesen sein mag, was investiert wurde, es ändert nichts an den eigentlichen Problemen, die die Krise verursachten. Und dabei ist es völlig egal, in welche Bereiche man investiert.

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Wenn man mit Freunden am Tisch sitzt und im Verlauf des Gesprächs die Probleme dieser Welt behandelt, fällt schon mal der Kommentar, es wäre eigentlich am besten, man könnte so etwas wie Religionen einfach abschaffen. Argumentiert wird üblicherweise mit gegenwärtigen und weit in der Vergangenheit liegenden Konflikten und verbohrten gegenwärtigen sowie weit in der Vergangenheit liegenden Moralvorstellungen, die sich negativ auf das Leben der Menschen auswirkten und so manches Jahrhundert zu einem vergleichsweise grausamen werden ließen. Inquisition, Kreuzzüge, Hexenverbrennungen, Völkermorde und Genozide füllen die Geschichtsbücher. Antipathie gegenüber Homosexuellen oder das Agitieren gegen Abtreibungen fallen den Diskutierenden dieses Jahrzehnts zusätzlich siedend heiß ein. Religionslosigkeit würde das Leben ja vielleicht auch vereinfachen. Viele würden an dieser Stelle sicherlich auch laut ‚Ja’ rufen. Das Problem bei der Wurzel zu packen, erscheint sehr sinnvoll.

Das Wissen über Religionen ist freilich alltagstauglich: Da gibt es die gängigen Weltreligionen und ein paar Unterkategorien, ein bisschen Christentum, was sich zwischen Katholizismus und Protestantismus aufspaltet, darunter ein paar Sekten, ein bisschen Islam, mit ein paar Säulen und Pilgerfahrt. Ein bisschen Buddhismus, Judentum und irgendwie ein paar andere. Jedem fallen grob ein paar Stichworte ein, man benennt einige zentrale Richtlinien, vielleicht auch einige Charaktere. Üblicherweise geht das nicht über jenes Niveau hinaus, mit dem man seinen Bekannten den zuletzt gesehenen Blockbuster aus Hollywood nacherzählt. Und daran scheitert grundsätzlich das Verständnis von Religion. Religion ist eben doch ein bisschen mehr, als eine Story und es ist mehr als der bloße ‚Glaube’ an Gott oder an die niedergeschriebenen Geschichten. Für Geschichten würden niemals Kriege geführt werden.

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Die Finanzkrise ist eine Krankheit, die in allen Branchen grassiert. Nach dem Zusammenbruch des Investmentsektors, der Kreditvergabe für den Mittelstand, erwischt es den Sektor der Privatkredite und Kreditkarten. Es trifft danach die Branchen, die mit Waren handeln, an die ein größerer Preis geheftet ist. Der Immobilensektor ist zusammengefallen. Im Moment erwischt es massiv die Automobilindustrie. Fast schon ein Nebenschauplatz ist der Zusammenbruch des Anzeigenwesens in den Medien. Die Finanzierung von Zeitungen aller Art und auch der Fernsehsender per Werbeeinnahmen wird zukünftig schwieriger. Der zerbröselnde Kapitalmarkt für Banken und den Mittelstand löst diese Zurückhaltung aus. Jene Zurückhaltung wird zunehmend der Handel spüren. Das Versandhaus Otto prüft seine Standorte und entlässt eventuell Tausende. Die zuvor schon ins Wanken geratenen Warenhäuser wie Karstadt oder Kaufhof werden nicht mehr lange auf sich warten lassen. Nach der Autoindustrie trifft es die Chemie, die Absatzeinbußen verbucht. Und Sony will seine Elektroniksparte verkleinern.

Das ist nicht nur eine Finanzkrise, die man zu überbrücken hat, das ist ein Beben des Systems. Oftmals bekommt man das Gefühl, diese Krise wäre überschaubar, oder sie wäre vielleicht im Jahr 2010 vorüber. Die täglichen Meldungen in den Nachrichten bilden jedoch nichts anderes als den Ausschnitt eines Tages. Die Krise kann jeden Tag, jede Woche, ja eigentlich jede Stunde neue Krater in das wirtschaftliche Gefüge unseres Alltags schlagen. Wir haben den Boden noch nicht erreicht.

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Demokratie ist die Staatsform in der die Bürger das Recht haben, die Politik, mit der das Land regiert werden soll, in periodischen Wahlen zu bestimmen. Jeder Erwachsene ist, obwohl man sich gelegentlich über die Größe der Wahlzettel wundern mag, mit der Prozedur halbwegs vertraut. Auch wenn man sich nicht immer klar darüber ist, was der Unterschied zwischen Erst- und Zweitstimme ist, der Prozess der Wahl ist in Deutschland ein qualitativ hochwertiger und verlässlicher Prozess. An dieser Handhabe der Findung einer Staatsregierung ist an sich auch nichts verkehrt. Die Macht liegt beim Volk und das bestimmt seine Volksvertreter, die sich in Koalitionen im Bundestag zusammensetzen, Bestimmungen und Gesetze erlassen und Innovationen für das Land abwägen.

Jedoch sind auch die Gewählten nur Menschen. Sie haben ihre Interessen, ihre Probleme, ihre Ansichten und Überzeugungen. Darum braucht man sich als Wähler jedoch nicht eigentlich nicht kümmern. Die da oben werden schon wissen, was das Richtige für die Nation und ihre Menschen ist. Diesem Irrglauben folgend, wählen wir jedoch seit Jahren aus einem Kreis der verblendeten und verkommenen politischen Elite die Personen heraus, die völlig blind vor der Realität mit dem Geld der Steuerzahler umgehen und es verpulvern, daß die Staatskasse brummt. Es ist selbstverständlich nicht der Fall, es gäbe gar keine sinnvollen Investitionsgelegenheiten mehr, allerdings wird uns seit mehreren Jahren eine Bürde nach der anderen auferlegt, mit der Rechtfertigung, es wäre für das Wohl der Nation notwendig, immer mehr Geld auszugeben. Daß dies aus der reinen Verblendung von Überzeugungen heraus rührt, ist eines, daß es aber komplett kontraproduktiv entgegen dem Wohl der Nation ist, welches die politische Elite ja eigentlich schützen sollte, ist das das andere und weit zentralere Problem.
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Exemplarisch für Berlin gibt es einen Bericht über die Kriminalität und wie sie vorzugsweise durch Personen mit Migrationshintergrund durchgeführt werden. Das ist für den aufmerksamen Beobachter und weltgewandten Bürger natürlich nichts Neues. Man kennt die Maschinerie von Politik und Presse, die uns eine kunterbunte Welt verkaufen möchte, die uns allen aber immer mehr und immer etwas abverlangt, was wir doch eigentlich überhaupt nicht leisten wollen. Und sei es Aufwand von massiven Finanzmitteln, die aus dem Steuertopf in etwas fließen, was wir nicht mal mehr kontrollieren können, denn wir sind nicht mehr Herr im eigenen Land. Diesen Titel trägt auch ein Artikel, der mich nicht ob seines Inhalts, sondern ob seiner Ehrlichkeit sauer macht. Er zeigt uns mit einer abscheulichen Ehrlichkeit die Reise, die wir gesellschaftlich antreten werden.

Text aus Preußische Allgemeine, 23. Juni 2007 “Nicht mehr Herr im eigenen Land” von Klaus Rainer Röhl

Wozu brauchen die Türken von Köln eine Riesen-Moschee vom Ausmaß des Kölner Doms? Die Antwort der Gutmenschen ist einfach: Damit sie sich bei uns noch mehr zu Hause fühlen. Die meisten Kölner denken anders. Sie halten es mit dem Spruch „Fühlt euch wie zu Hause“, wir haben’s gern, wenn unsere Gäste zu Hause sind.

Die vielen Millionen Türken und andere Muslime sind unsere Gäste. Das vergessen sie oft. Besonders wenn sie einen deutschen Paß erworben haben. Der Europaabgeordnete Cem Özdemir sprach kürzlich ganz keß davon, die Deutschen müßten sich allmählich daran gewöhnen, daß sie nicht mehr allein Herr in ihrem Land seien. In dem täglichen, gebetsmühlengleichen Mediengerede von „Mitbürgern mit Migrationshintergrund“ und der „kollossalen Bereicherung“ der deutschen Gesellschaft durch fremde Sitten und Gebräuche (Reigentänze, Fladenbrot, Döner Kebab) ist allmählich in Vergessenheit geraten, wie die vielen Türken einmal hierher gekommen sind: Wir haben sie in den 60er Jahren ins Land geholt, heißt es vorwurfsvoll in der Presse, und nun sind sie da, und wir sollten uns freuen, sie zu haben und müssen jede Rücksicht auf sie nehmen, denn sie haben ein empfindliches Ehrgefühl. Und wenn sie nun dringend eine weithin sichtbare Großmoschee in Köln und anderswo brauchen, dann müssen sie die auch bauen dürfen.

Meist wird dann noch mal wiederholt, daß wir den Türken gegenüber tief in der Schuld stehen, weil wir sie zum Aufbau unserer Wirtschaft ins Land gerufen haben. Lieblingsphrase in diesem Zusammenhang: Arbeitskräfte riefen wir, und es kamen Menschen.

Tatsächlich haben wir, die Deutschen, knapp zehn Jahre nach dem Krieg, reichlich US-Krediten und viel eigener Anstrengung das zerstörte Land wieder aufgebaut, den zwölf Millionen Vertriebenen aus den Ostprovinzen zu Arbeit und Einkommen verholfen und unter Führung der CDU/CSU und ihres Wirtschaftsministers Erhard in wenigen Jahren ein in ganz Europa bewundertes „deutsches Wirtschaftswunder“ geschaffen. Die Wirtschaft blühte, nicht einmal die Millionen Vertriebenen reichten als Arbeitskräfte aus, und so warb man in großem Maßstab Arbeitskräfte aus ärmeren Ländern an, Italiener, Griechen, Portugiesen und auch Türken, im ganzen 2,5 Millionen. Der Aufenthalt in Deutschland war zunächst, nach dem Vorbild der Schweiz, zeitlich begrenzt, und auch die ausländischen Gäste hatten zunächst fast alle vor, in Deutschland tüchtig Geld zu verdienen, sparsam zu leben, etwas auf die Kante zu legen und später sich mit dem bei uns verdienten Geld – oft auch mit dem Know how – in ihren Heimatländern eine Existenz aufzubauen. Viele Griechen, Portugiesen, Italiener sind längst in ihren Heimatländern und haben dort ihre Taverne, ihre Trattoria oder ein Geschäft aufgebaut. Andere sind geblieben und fast völlig in der deutschen Bevölkerung aufgegangen, sind Mischehen eingegangen, ihre Kinder und ihre Enkel sprechen fließend deutsch und sind von Deutschen nur noch durch ihre Nachnamen zu unterscheiden. Die Türken gingen nicht zurück. Sie holten ihre Familien, Großmütter und Tanten nach. Sie integrierten sich nicht. Vielleicht auch deshalb, weil der Islam eine Religion ist, die von Anbeginn an (ab 650) andere Ziele verfolgte. Nicht Integration oder Toleranz war das Ziel des Islam, sondern Vorherrschaft. Nicht nur durch Mission, sondern auch durch Kriege. In zwei mächtigen militärischen Eroberungszügen drang der Islam, nachdem er im Nahen Osten und in Afrika gesiegt hatte, zuerst, 711 nach Spanien, später, ab 1453 über Konstantinopel bis nach Wien vor. Getreu den angeblichen Worten des Propheten oder der Auslegung des Korans durch die jeweiligen Kalifen und Sultane wurden die fremden Völker entweder zwangsislamisiert, mit allen Folgen für die besonders unterdrückten Frauen, oder zu Untertanen zweiter Klasse gemacht, mit erheblich eingeschränkten Menschenrechten.

Es besteht kein wirklich begründeter Anlaß zu der Vermutung, daß sich an dem Welteroberungs-Auftrag des Islam irgend etwas geändert hat. Während der eine Mullah oder Iman mit Engelszungen zu uns redet und der andere Geistliche mit haßverzerrter Stimme, oft in der gleichen Moschee (!), zum bewaffneten Kampf aufruft, breitet sich die islamische Bevölkerung in Europa explosionsartig aus. In Spanien, in England, in Frankreich, in den Niederlanden und in Deutschland. Die Gäste sind still und freundlich. Die große Menge ist fruchtbar und mehret sich, verkauft Gemüse, Yoghurt und Lammfleisch an uns, und nur selten ziehen ihre mißratenen und arbeitslosen Halbstarken los, um Autos abzufackeln, mit Messern zu drohen oder „Deutsche zu klatschen“ wie in Neukölln. Mörderische Gewalt trifft nur Abweichler in den eigenen Reihen, vornehmlich Frauen, deren Unterdrückung und weitgehende Rechtlosigkeit sich seit dem siebenten Jahrhundert nicht verändert hat, trotz der Reformen des türkischen Staatsgründers Atatürk von 1922. Gerade diese Reformen werden zur Zeit von einer breiten Welle des Fundamentalismus überrollt. Er fordert die Wiedereinführung der „Scharia“, die heute noch die Steinigung einer Frau wegen Ehebruchs erlaubt – und in einigen Ländern auch durchführt. Das Tragen der von Kemal Atatürk abgeschafften Kopftücher ist ein Ausdruck dieses neuen Fundamentalismus. Auch in Deutschland haben sich Kopftuch und Vermummung seit etwa zehn Jahren unter den Muslimfrauen lawinenartig ausgebreitet, auch unter Schülerinnen und Studentinnen. Eine klare, unmißverständliche Demonstration, keine Mode, wie blauäugige deutsche Mitschüler und Lehrer meinen.

Die weniger blauäugigen Deutschen, die jetzt beispielsweise in Köln gegen den Bau der sogenannten „Großmoschee“ eintreten (sie wäre das größte Sakralgebäude nach dem Kölner Dom), treibt die Sorge um, daß der Islam längst, so der Kölner Schriftsteller Dieter Wellershoff in der „FAZ“, „zu einer kriegführenden Macht geworden ist, indem er offenbar in beliebiger Anzahl junge Männer mit dem phantastischen Versprechen einer sofortigen Ankunft in einer himmlischen Existenz zu Bombenattentaten motivieren kann, bei denen sie gemeinsam mit ihren namenlosen Opfern als zerrissene Körper in die Luft fliegen.“

Nachdem in Köln das Stadtparlament schon einmal vorab dem Bau der Großmoschee zugestimmt hatte, einschließlich der CDU-Fraktion, aber gegen fünf Stimmen der als populistisch verschrieenen Protestpartei „pro Köln“, trat ein einziger Mann, der 84jährige Schriftsteller Ralph Giordano („Die Bertinis“), zum Kampf gegen die Großmoschee an, mit überraschendem Echo: Giordano beklagte sich in einem Fernseh-Interview: „Auf dem Weg hierher mußte ich einen Anblick ertragen, der meine Ästhetik beschädigt hat – eine von oben bis unten verhüllte Frau, ein menschlicher Pinguin.“ Gemeint war die sogar das Gesicht verhüllende sackartige „Burka“, wie wir sie bisher nur aus Afghanistan kannten. Das Wort von den Pinguinen machte schnell die Runde und die „FAZ“ berichtete über die geplante Großmoschee in Köln, und Giordano legte in der „Bild“-Zeitung noch nach. Die Diskussion war entfacht. Nun beschloß auch der Kreisvorstand der Kölner CDU, dem Bau der Moschee nur unter erheblichen Auflagen zuzustimmen: So sei der Entwurf vor allem hinsichtlich seiner Dimensionierung zu überarbeiten. Um nämlich die 35 Meter hohe Riesenkuppel – eine Art Halle des Volkes à la Speer – und zwei über den Rhein sichtbare 55 Meter hohen Minarette hochziehen zu können, müßte der Bebauungsplan von Köln-Ehrenfeld geändert werden, der nur eine vierstöckige Bebauung vorsieht.

Warum diese Gigantomanie? Was diese riesigen Minarette für den militanten Islam bedeutet haben und noch heute bedeuten, erläuterte der stellvertretende Bezirksbürgermeister von Ehrenfeld: Die Minarette, eine Weiterentwicklung der Obelisken der altägyptischen Gottheit Maat, wurden nach der Eroberung von Konstantinopel der christlichen Kirche Hagia Sophia hinzugefügt, als Symbol für die siegreiche islamische Religion. Soll der lautsprecherverstärkte Ruf des Muezzin von den Minaretten alle vier Stunden weithin über Köln erschallen? Das wird von der Kölner CDU verneint. Durch einen Vertrag sei sicherzustellen, daß der Gebetsruf des Muezzin bei der Großmoschee nur innerhalb des Gebäudes zu hören sei. Außerdem verlangt die CDU, daß sowohl bei den Predigten in der Moschee wie auch in dem angeschlossenen Kulturzentrum Deutsch gesprochen wird.

So ist die Diskussion erst einmal wieder offen. Ralph Giordano und die schon jahrelang tätige Bürgerpartei haben einen Etappensieg errungen. Für pro Köln ist die Etikettierung als „populistisch“ kein Schimpfwort, und auch Giordano, der kämpferische Schriftsteller mit jüdischen Vorfahren, der um Himmels Willen nichts mit pro Köln zu tun haben möchte, sprach von „Volkes Stimme“, die die Politiker nicht mißachten dürften.

Holzauge sei wachsam. Selbst der türkische Ministerpräsident Erdogan, den wir jeden zweiten Abend auf dem Bildschirm als gemäßigten Reformpolitiker präsentiert bekommen, äußerte noch 1998: „Die Demokratie ist nur ein Zug, auf den wir aufsteigen, bis wir am Ziel sind. Die Moscheen sind unsere Kasernen, die Minarette unsere Bajonette, die Kuppeln unsere Helme und die Gläubigen sind unsere Soldaten“. Deutlicher geht es eigentlich nicht.