So 17 Apr 2005
Eine minder gute Nacht-Geschichte
Geschrieben von Plauderei unter Alltag
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Ich hasse ja dieses Vogelgezwitscher. 5 Uhr morgens und draußen ist das Konzert im Gange. Ein paar Solisten sitzen in den Ästen und trällern einen Charthit nach dem anderen.
Das perfide an diesem Geträller ist, daß es einen ja noch mal extra daran erinnert, daß man jetzt eigentlich bald wieder aufstehen könnte. Ich habe dieses Hassmotiv von den Tagen, wo man erst so um diese Uhrzeit nach Hause kommt und dann realisiert, daß die Musik hämisch an den schon nahenden Tag erinnert, der da so fröhlich begrüßt wird. Jedoch wirkt genau diese Musik in dem Moment wie eine Farce, wenn man sich gerade erst gemächlich dem Bette nähert. Ein neuer Tag, der schon anbricht, wenn einem noch eine ganze „Nacht“ ins Haus steht.
So gegen 5 – gar nicht verzagt – hat dann jemand angefangen, wie von Sinnen auf einem Moped die Straße rauf und runter zu fahren. Das Kreative daran, waren anscheinend die verschiedenen Intervalle, in denen dies geschah. Entweder es war jemand, der nicht pennen konnte, oder ein betrunkener Vollhorst. …wenn diese Gefährte nur nicht so laut wären.
So um 20 nach 5 überkam mich dann doch ein ganz kleiner Schwindel vor Müdigkeit und ich beschloss, mich schließlich selbst ins Bettchen einzuliefern.
Nun, jetzt sitz ich gediegen hier mit einer Tasse Kaffee und harre der Dinge. Ein neuer Tag, ein neues Geschehen.