Alltag


Ich hasse ja dieses Vogelgezwitscher. 5 Uhr morgens und draußen ist das Konzert im Gange. Ein paar Solisten sitzen in den Ästen und trällern einen Charthit nach dem anderen.
Das perfide an diesem Geträller ist, daß es einen ja noch mal extra daran erinnert, daß man jetzt eigentlich bald wieder aufstehen könnte. Ich habe dieses Hassmotiv von den Tagen, wo man erst so um diese Uhrzeit nach Hause kommt und dann realisiert, daß die Musik hämisch an den schon nahenden Tag erinnert, der da so fröhlich begrüßt wird. Jedoch wirkt genau diese Musik in dem Moment wie eine Farce, wenn man sich gerade erst gemächlich dem Bette nähert. Ein neuer Tag, der schon anbricht, wenn einem noch eine ganze „Nacht“ ins Haus steht. 

So gegen 5 – gar nicht verzagt – hat dann jemand angefangen, wie von Sinnen auf einem Moped die Straße rauf und runter zu fahren. Das Kreative daran, waren anscheinend die verschiedenen Intervalle, in denen dies geschah. Entweder es war jemand, der nicht pennen konnte, oder ein betrunkener Vollhorst. …wenn diese Gefährte nur nicht so laut wären.

So um 20 nach 5 überkam mich dann doch ein ganz kleiner Schwindel vor Müdigkeit und ich beschloss, mich schließlich selbst ins Bettchen einzuliefern.

Nun, jetzt sitz ich gediegen hier mit einer Tasse Kaffee und harre der Dinge. Ein neuer Tag, ein neues Geschehen.

Liebes ….Mittenindernachtbuch! 

Ich hab mir nach ewig langer Zeit mal wieder die kleinen, bunten Space-Trips mit panischer Angst vorm Gegessenwerden gekauft. Ja, die Rede ist von den Schokodrops M&M’s. Kaum ein paar gegessen, weiß man sofort wieder, warum man sie eigentlich nie mehr wieder gekauft hatte. Ich könnte Brechen! Ein fahler Geschmack macht sich breit und man hat das Gefühl die gesamte E-Lebensmittelfarben-Palette tanzt im Rachen. Naja, wie auch immer. Jetzt braucht es wieder zwei Jahre, bevor ich mich mal wieder dazu aufgerufen fühle, eine solche Tüte mitzunehmen.

Ansonsten, einen sehr netten TV-Abend gehabt heute, ein neckischer Sherlock Holmes, einen gediegenen Bronson; so muß das sein. Zwar auch nur eine Option, da ich eigentlich lieber was unternommen hätte – irgendwie – aber es scheint grad alles etwas problematisch zu sein. Auch ich hab noch meine ausstehenden Aufgaben zu erfüllen, aber daß man an solchen Abenden so oder so nichts mehr, und erst recht nicht sowas, anspruchsvolles bewerkstelligt, würde das alles einfach gar keinen Unterschied machen. Man könnte weggehen, aber es kam nichts zustande, oder man bleibt doch daheim. So klemmt man dann halt seinen Hintern vor die Glotze und verbingt so seine Zeit. Passt schon, hab ich auch schon länger nicht mehr gemacht, insofern geht das klar…und wenigstens kam ja auch was nettes.

So, ich lese jetzt (sic!) noch ein bißchen was und geh dann gediegen ins Bett. Bin doch auch schon hinreichend müde.

Was hab ich gesagt? Waaas hab ich gesagt? 

Das Wölkchen wäre ekelhaft, hab ich gesagt, weil der Luftanteil – also der Mangel an Masse mit Fett und Pampe kompensiert werden muß – hab ich gesagt! Und?

Ich hatte recht!
Zum Kotzen das Zeug!

Vor ein paar Tagen hab ich mich noch voller Nostalgie darüber gefreut, daß die verfilmte Variante der Lieblingstoyline meiner Kindheit angeblich irgendwann erscheinen soll, und was passiert? Sie erscheint. Und zwar als Vor-Release am 15.5. Unglaublich!

Was hat der Tag noch gebracht? Ach ja, gar nichts. ;) Auf zu neuen Abenteuern! ..nächste Woche dann irgendwann…

Ein Blick – ein lustiges Spiel

Liebes Tagebuch! 

Nicht, daß ich was gegen Werbung hätte, aber heute sind mir gleich mehrere untergekommen, auf die man herzlich gerne verzichten könnte.

Die neue Werbung eines Pudding-Derivates von Dr. Oetker mit dem Namen Wölkchen. Ein Wölkchen von Pudding; heißt für meine Ohren, ’ne Mousse au Chocolat mit noch mehr Luft drin. So leicht, daß bei einem Niesen wegdunstet und damit man danach doch denkt, was gefressen zu haben, fettig ohne Ende. Mal probieren den Dreck.
Jedenfalls lief da eine Werbung zu und, zugegebenermaßen bin ich auf das Zeug schon gar nicht mehr scharf, obendrein ist genau diese selten dämlich. In Anlehnung an das herzallerliebste Wölkchen hat man sich findigerweise einen irrwitzig kreativen Dialog ausgedacht, der vor ~chens strotzt, und da man sich den Witz mit dem Knöllchen nicht ersparen konnte, davon handeln lässt, daß ein Kerl, der sich grad dieses luftige Etwas zwischen die Kiemen knetet, ein solches ausgestellt bekommt.

Was haben wir gelacht.

Man kann sich auch ein Wölkchen genehmigen und während man bei einem Käffchen darüber nachdenkt, ob man das Politesschen, zum Dank fürs Knöllchen, lieber in der Löffelchen- oder in der Reiterchen-, vielleicht auch in der Missionärchen-Stellung durchnimmt, könnte man auf das dumme Ideechen kommen, doch noch ein Wölkchen quasi wegzuatmen.Lächelchen.
Was war noch? Ach ja!

Hier handelt es sich nur sekundär um die Werbung, denn es um das Werk an sich ginge. Heute kam ’ne Vorschau zu „Der Babynator“. Der Film heißt eigentlich im Original fast unspektakulär „The Pacifier“ und dahinter verbirgt sich doch eine Hosenscheißer-Komödie mit Rauhbein Vin Diesel. Ich mein, ich kann den Typen auch so irgendwie nicht leiden, aber so was hätte ich ihm nich’ mal nach seinen unsäglichen Actionfilmen gewünscht. Arnold hatte das als Undercover-cop ja vielleicht noch gemeistert, aber jetzt rennt Vin Diesel da doch wirklich mit einem Patronengurt voller Nuckelflaschen rum.
Die absolute Demontage! Mit Verlaub: „Babynator“ ist als Titel ja ein peinlicher Brüller par excellance.

Reden wir nicht weiter drüber.

Hallo Nachtbuch! 

Wie du weißt, es ist geradezu menschlich, zu verdrängen. Verdrängung klappt bei uns Menschen bestens. Wenn wir etwas nicht sehen oder wahr haben wollen, schaffen wir es perfekt, etwas ganz schnell auszublenden und zu überspielen. Bedrückt und was, gehen wir einen Saufen, oder lenken uns anderweitig ab.
Heute war es mit meinen Arbeiten wieder mal so, daß ich zwar eine gewisse Zeit damit verbrachte, sogar erfolgreich weiterzukommen, aber die siedendheiße Idee, mal wieder einen kurzen Abstecher in die Innenstadt zu unternehmen, nur zu gelegen kam, um die Sachen mal wieder liegen zu lassen.

Es ist nicht das Thema, daß man diese Dinge nicht beenden könnte oder gar erst erledigen wollte. Es ist einfach so, daß man es zu diesen ganz bestimmten Zeitpunkten halt nicht möchte und dafür schaffen wir uns andere, noch so hirnrissige Gründe, um das zu rechtfertigen: Manche rauchen eine und lehnen sich dazu fünf Minuten zurück, andere spitzen unvermittelt ihren Bleistift, der eine geht ohne Anzeichen von Hunger mal kurz in die Küche und schaut sinnlos in den Kühlschrank, wieder andere kredenzen sich dann doch noch eine weitere Tasse Kaffee; mir fällt halt ein Abstecher in die Innenstadt ein.
Hab da auch wieder nicht mehr getan, als Geld auszugeben…

Liebes Tagebuch! 

Gestern mal wieder in der Disse gewesen. Altbekannt; 603qm wie der Laden heißt; ist eigentlich ein Gebäude der Uni, wo auch tagsüber ein Café-Betrieb läuft, aber jeden Abend eigentlich eine Sause stattfindet. Gestern war ne Veranstaltung – ich glaub’ – Drum’n'Base. So schlecht war es gar nicht, außer daß es erstens, mit 8 € Eintritt, viel zu teuer, und zweitens, viel zu voll war. Eine Sardinenbüchse mit Leuten, die alle sich irgendwie bewegten, bzw. aneinander rieben. So wurde das eher zu einer ungemütlichen Veranstaltung und eigentlich zu einem Flop. Meine Ohren piepsen noch – ich hasse es.

Gerade wieder ein paar Seiten der Arbeit gutgemacht. Yipieh. Ein Ende ist absehbar, auch wenn mir grad der noch verarbeitbare Stoff ausgeht. Naja – “und weil’s so schön war, alles nochmal von vorn!” – kann man ja auch praktizieren. Sowas hätte ich aber gerne vermieden und nein, ich werde die Arbeit hier nicht publishen, das wäre zu hart – reicht wenn sich die Dozenten drüber lustigmachen können. ;)

Nachher noch eine Runde einkaufen gehen, dabei geht’s auch zum – genau – WalMart. Ich hoffe inständig, daß ich nichts umtauschen muß, aber das wird bei Kleinkram wohl weniger notwendig sein. Auch musste ich das grad nochmal erwähnen, werde es aber in Zukunft unterlassen – ist ja eher langweilig, wenn ich jeden Samstag von meiner regulären Einkaufstour berichten würde.

Ein Blick – ein Lachen!